RE/MAX warnt vor betrügerischen Mietangeboten
Täter nutzen Wohnungsknappheit aus / Niemals die Mietkaution an persönlich nicht bekannte Anbieter ins Ausland überweisen
Der Markenname des weltweit bekannten Immobiliennetzwerks RE/MAX wird in letzter Zeit häufiger für Betrügereien missbraucht – auch in Regensburg. „Wir wollen alle Wohnungsinteressenten dringend warnen“, sagt Michael Müllner, Mitinhaber des Regensburger RE/MAX-Büros. Ausländische Betrüger versuchen, arglosen Wohnungssuchenden die Miet-Kaution aus der Tasche zu ziehen. „Rufen Sie uns im Zweifelsfall unbedingt an, bevor Sie Geld ins Ausland überweisen“, bittet Müllner.
Die Masche ist perfide und nutzt den Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen in Boom-Städten wie Regensburg aus. Täter aus dem Ausland suchen sich im Internet attraktive Angebote von Mietwohnungen. Sie kopieren die Angebote und stellen sie dann mit einem leicht reduzierten Preis und gefälschten Kontaktdaten wieder auf die Immobilienportale. „Der reduzierte Preis macht diese Mietangebote attraktiv“, erklärt Müllner. Die Falle ist jetzt gelegt und der Betrüger wartet ab. Auf Anfragen per E-Mail antwortet der Täter mit der Geschichte, er sei im Ausland und könne leider nicht persönlich nach Regensburg kommen. Vielmehr arbeite er mit dem örtlich ansässigen RE/MAX-Büro zusammen. „Das entspricht jedoch keinesfalls der Wahrheit!“, warnt Dr. Werner Gross, Mitinhaber des Immobilienbüros. „Durch einen Anruf bei uns lässt sich das schnell klären.“
Weiter behauptet der Betrüger, dass der Interessent die entsprechende Immobilie natürlich besichtigen könne, auch ohne persönlichen Kontakt. Dazu werde er den Schlüssel per Post oder Lieferservice an den Interessenten schicken. Zur Sicherheit soll der Interessent lediglich die Kaution und die erste Monatsmiete überweisen. Wenn die Wohnung nicht gefällt, bekomme er das Geld umgehend zurück. „Das passiert natürlich nicht, das überwiesene Geld ist futsch“, so Müllner. Da die Betrüger mit Prepaid-Handys und anonym eingerichteten E-Mail-Adressen aus dem Ausland agieren, besteht praktisch keine Möglichkeit, sie dingfest zu machen.
Betroffen von der Betrugsmasche ist nicht nur Regensburg. Deswegen hat sich die Europazentrale von RE/MAX der Sache angenommen und geht gerichtlich gegen die Betrugsversuche vor.
„Falls Ihnen solche Angebote begegnen oder Sie in so einem Zusammenhang E-Mails aus dem Ausland bekommen, rufen Sie uns bitte an“, sagt Michael Müllner. Die Nummer lautet 09 41/30 77 00. Verdächtige E-Mails können Betroffene auch direkt bei betrugsverdacht(at)remax.de melden.