RE/MAX sieht Sättigungs-Tendenzen auf Regensburger Immobilienmarkt
Keine Preisblase bei Eigentumswohnungen / RE/MAX stellt Immobilien-Marktbericht 2014/2015 vor
Wir beobachten aktuell gegenläufige Entwicklungen auf dem Regensburger Immobilienmarkt“, sagte Michael Müllner, Mitinhaber des Immobilienbüros RE/MAX in Regensburg, bei der Vorstellung des Marktberichts 2014/2015. Im Rückblick auf das Jahr 2013 kannten die Kaufpreise nur eine Richtung: Steil nach oben. Doch sind die Mietpreise bereits letztes Jahr dieser Entwicklung nur zum Teil gefolgt. Die Schere zwischen Kauf- und Mietpreisen hat sich weiter geöffnet. Mitte 2014 ist der Bedarf an hochpreisigen Eigentumswohnungen für Eigennutzer weitgehend gedeckt: Die Vermarktungszeiten steigen, die Kaufinteressenten prüfen die Angebote sehr detailliert.
Nachzulesen sind diese Tendenzen im mittlerweile 3. Regensburger Immobilien-Marktbericht, den RE/MAX vor allem auf Basis der Expertise seiner rund 30 Mitarbeiter in Regensburg zusammengestellt hat. So kostete das durchschnittliche Einfamilienhaus in Regensburg 2013 rund 450.000 Euro, elf Prozent mehr als im Vorjahr. „Nach wie vor ist der Häusermarkt in Regensburg praktisch leergefegt – egal ob Neubau oder Bestand, ob Ein- oder Mehrfamilienhaus“, so Dr. Werner Gross, Gründer und Mitinhaber des RE/MAX-Büros. Ähnlich zeige sich die Lage in den stadtnahen Landkreisgemeinden.
Neue Eigentumswohnungen kosteten 2013 im Schnitt 3.600 Euro pro Quadratmeter, ein Preissprung von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Wohnungen im Wiederverkauf zogen parallel mit und erlösten 2.900 Euro. Die Mietpreise bei Erst- wie Wiedervermietung stiegen allerdings nur um fünf Prozent auf durchschnittlich zehn Euro bei der Erst- und 8,60 Euro pro Quadratmeter bei der Wiedervermietung. „Wie wir schon letztes Jahr im Marktbericht prognostiziert hatten, ist die Luft bei den Mieten ziemlich raus“, sagte Müllner. Spitzenmieten von bis zu 13 Euro erfahren aktuell Korrekturen nach unten.
Und die Entwicklung schlägt ganz aktuell auf die Kaufpreise durch. Bei neuen Eigentumswohnungen erwartet RE/MAX für die nächsten zwölf Monate keine großen Preissprünge mehr. „Unter anderem deswegen sehen wir im Gegensatz zu manchen Veröffentlichungen auch keine Gefahr einer schädlichen Preisblase“, betonte Müllner. Vielmehr entwickle sich der Markt in manchen Segmenten in Richtung eines Gleichgewichts aus Angebot und Nachfrage. Die Preisanstiege der vergangenen Jahre erklären sich weniger durch Faktoren wie billiges Baugeld, sondern vielmehr aus einem realen Bevölkerungswachstum in Regensburg mit dem Zuzug gut ausgebildeter und damit einkommensstarker Menschen. Diesem Zuzug hatte die Bautätigkeit einfach nicht Schritt gehalten. Die großen Neubaugebiete wie die ehemalige Zuckerfabrik (Candis) und das Marina-Quartier rund um den ehemaligen Schlachthof liefern ganz aktuell aber viele neue Wohnungen.
Angespannt bleibt der Markt allerdings für Personen und ganz besonders Familien mit durchschnittlichem Einkommen weiß Müllner. „Neubauwohnungen mit mehreren Zimmern um die 3.000 Euro pro Quadratmeter fehlen.“ Das liege vor allem am mangelnden Angebot geeigneter Grundstücke, so der RE/MAX-Experte. „Wir beobachten gespannt, welche Effekte es haben wird, dass die Stadtpolitik gerade auf dem Gelände der Nibelungen-Kaserne städtische Grundstücke unter Marktpreis anbietet.“
Der 3. Regensburger Immobilien-Marktbericht erscheint am Samstag, 27. September. Er liegt allen Ausgaben der RE/MAX Immo-News bei. Weitere Exemplare gibt es kostenlos im RE/MAX-Büro,Telefon 09 41/30 77 00.
Weitere Informationen: www.remax-regensburg.de