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Regensburger Immobilienmarkt am Wendepunkt?

Bei hochwertigen Neubauwohnungen wächst die Dauer bis zur Neu- oder Nachvermietung / RE/MAX stellt bei Immobilientagen aktuellen Marktbericht vor

Der Regensburger Immobilienmarkt ist aktuell an einem spannenden Punkt“, sagt Dr. Werner Gross, Mitinhaber des Immobilienbüros RE/MAX in Regensburg. In den letzten Jahren kannten die Preise nur eine Richtung: Steil nach oben. Derzeit beobachten die Experten allerdings, dass der Markt sich auszudifferenzieren beginnt: Große, hochwertige Wohnungen brauchen Mitte 2013 spürbar länger, bis sie einen Käufer oder Mieter finden. Ihre Erkenntnisse haben die Immobilienexperten im 2. Regensburger Immobilien-Marktbericht zusammengetragen, der pünktlich zu den Immobilientagen erschienen ist.

Das durchschnittliche Einfamilienhaus kostet 2012 400.000 Euro, 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr – sofern es überhaupt auf den Markt kam. Denn nur relativ wenige Einfamilienhäuser werden angeboten, egal ob Neubau oder Bestand. Neue Eigentumswohnungen kosteten im Schnitt 3.000 Euro pro Quadratmeter (plus drei Prozent), Wohnungen im Wiederverkauf 2.400 Euro (plus vier Prozent). Die Neubau-Mietpreise 2012 sind gegenüber 2011 um 6,5 Prozent auf durchschnittlich 9,50 Euro pro Quadratmeter gestiegen, Vermietungen aus dem Bestand lagen bei 8,20 Euro (plus vier Prozent).
Die steigenden Preise in der Stadt schlagen mittlerweile nicht nur bei Einfamilienhäusern auf die umliegenden Marktgemeinden wie Bad Abbach und Regenstauf über. Auch Neubau-Eigentumswohnungen wurden teurer. Sie kosteten im Schnitt 2.500 Euro pro Quadratmeter.

Die Ursachen dieser Entwicklung liegen auf der Hand: Die Regensburger Wirtschaft brummt, die Bevölkerungszahl in Stadt und Landkreis wächst nach Prognosen noch bis 2030, Studenten und hochqualifizierte Arbeitnehmer zieht es an die Donau. „Die Immobilien-Nachfrage übersteigt das Angebot, das treibt bislang die Preise“, so Michael Müllner, Gross’ Partner an der Spitze des Büros.

Doch beflügelt die Nachfrage auch die Bautätigkeit. Gerade bei hochwertigen Eigentumswohnungen sind 2012 und 2013 einige Projekte fertiggestellt worden. Viele weitere folgen, 2014 zum Beispiel im Stadtosten auf dem Candis-Areal und im Marina-Quartier. Auch für die Folgejahre stehen große Projekte mit vielen neuen Wohnungen wie auf dem Gelände der Nibelungenkaserne oder dem Bahnareal an der Ladehofstraße in Planung. „All das hat erste Auswirkungen“, sagt Müllner. Der Mietmarkt zeige schon jetzt ein Überangebot großer, gut ausgestatteter Wohnungen. Zwar sinken die Preise noch nicht, doch wächst die Dauer bis zur Neu- oder Nachvermietung. „Kaufkunden schauen genauer hin. Sie prüfen das Angebot intensiver und verlangen, dass wirklich alle ihre Anforderungen erfüllt werden“, beobachtet der Immobilienmakler. „Wir bei RE/MAX gehen davon aus, dass sich in dem Segment der Preiszenit bereits abzeichnet.“

Mittelfristig könnte das Auswirkungen in allen Preisklassen zeigen, auch im mittleren und unteren Bereich. Zwar fehlen derzeit eindeutig Wohnungen dieser Segmente, „doch stand die Stadt Regensburg Mitte der 1990er Jahre vor ähnlichen Herausforderungen – damals mit astronomischen Kaufpreisen in der Spitze bis 6.400 DM pro Quadratmeter“ erinnert sich Müllner. Kurz darauf hatte der Markt reagiert und die Preise sanken auf Normalniveau.
Der 2. Regensburger Immobilien-Marktbericht erscheint am Samstag, 21. September. Er liegt allen Ausgaben der RE/MAX Immo-News bei. Weitere Exemplare gibt es kostenlos im RE/MAX-Büro, Telefon 09 41/30 77 00.

Den Marktbericht zum Download finden Sie hier.