Oberbürgermeister Wolbergs eröffnet CANDIS-Landschaftspark
Kinder umliegender Schulen und Kitas planten am Spielplatz mit / Einige hundert Neubürger leben bereits in CANDIS
Der viel zu warme und trockene Juli in Regensburg war schuld: Obwohl baulich schon seit Frühsommer fertig, konnten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und Bürgermeister Jürgen Huber den Landschaftspark samt Spielplatz im CANDIS-Areal erst am Freitagvormittag eröffnen. „Der Regen im August war dringend nötig, damit Gras und Großpflanzen endlich ordentlich anwachsen“, erläuterte CANDIS-Projektentwickler Ferdinand Schmack. „Doch jetzt steht den Bewohnern des ganzen Stadtostens diese wichtige Naherholungsmöglichkeit zur Verfügung.“
Ganz besonders ungeduldig gewartet haben die Kinder, endlich den Spielplatz benutzen zu dürfen. Zwischenzeitlich hatte die Stadt Regensburg Schilder an den Bauzaun gehängt. Darauf bat sie um Verständnis, dass der junge Rasen erst eine gewisse Stabilität braucht, bevor auf ihm getobt werden kann. In die Planung des Spielplatzes hatten Stadt und Ferdinand Schmack jun. GmbH die künftigen Nutzer direkt eingebunden. Kinder der Pestalozzi-Schule, des Domspatzen-Gymnasiums und vom städtischen Kinderhort „Hohes Kreuz“ bastelten Vorschläge für Spielgeräte, die zum Thema Zuckerfabrik passen. So erinnert der Spielturm an den ehemaligen Schornstein, den „Langen Heinrich“, ein Lastwagen bezieht sich auf die Rüben-Anlieferung während der Kampagne und der Wasserspielplatz auf die Rüben-Waschanlage.
Park und Spielplatz liegen auf rund 18.000 Quadratmetern – fast zwei Fußballplätzen – zwischen der neuen Wohnbebauung und der Lärmschutzwand an der Bahntrasse. An der Straubinger Straße zum Schutz des Wohngebiets hoch und massiv wird die Bebauung Richtung Landschaftspark immer luftiger und niedriger. Von fast allen Punkten in CANDIS öffnen sich Sichtachsen zwischen den Häusern zum Grün des Parks. Wichtig war den Planern, dass Park und neuer Stadtteil für alle Bürger des Stadtostens zugänglich sind, nicht nur für die unmittelbaren Bewohner. „Das ist notwendig, um einen lebendigen und langfristig lebensfähigen Stadtteil zu entwickeln“, so Schmack. Schon im Juni eröffnet wurde der CANDIS-Radweg parallel zur Bahnstrecke. Er führt mitten durch den Landschaftspark und verbindet den Stadtosten mit dem Rad in wenigen Minuten mit der Altstadt.
Unterdessen beleben viele neue Bewohner das Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik. Von den rund 700 Wohneinheiten im ersten Bauabschnitt sind 300 bereits fertig. Einige hundert Neubürger sind inzwischen eingezogen.