Noch dieses Jahr beziehen erste Bewohner das CANDIS-Gelände
Bebauungsplan für Stadtteilszentrum genehmigt / Erster Bauabschnitt schafft bereits 100 neue Arbeitsplätze
Der neue Stadtteil CANDIS auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik ist kräftig gewachsen. Erste Bewohner werden schon im Dezember einziehen. Die Kinderkrippe „KiKu Zuckerschnute“ im Gebäude „candis suite“ ist bereits seit Oktober geöffnet. „Alle Vorhaben sind voll im Zeitplan“, sagt Ferdinand Schmack, dessen Unternehmen das Gelände entwickelt. Noch im November enden die Verkehrseinschränkungen auf der Straubinger Straße, wenn die neue Kreuzung zum Stadtteilszentrum nördlich der Straße fertig wird.
Ein wichtiger Beschluss ist am Dienstag (19.11.) im Planungsausschuss gefallen: Einstimmig genehmigten die Stadträte den Bebauungsplan für das Stadtteilszentrum. „Damit beginnt hier in Kürze der Bau des REWE-Markts“, kündigt Schmack an. Obwohl nicht Teil des aktuellen Bebauungsplans befürworteten einige Ausschussmitglieder gleich die Erweiterung um einen Lebensmitteldiscounter sowie Getränke- und Drogeriemarkt. „Das entspricht den dringenden Wünschen der Bewohner am Hohen Kreuz und im Ostheim“, weiß Schmack aus vielen Gesprächen. „Schon seit Jahren vermissen sie wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten.“
Südlich der Straubinger Straße, auf dem Bauabschnitt CANDIS I wachsen schon seit Frühjahr die Gebäude in den Himmel. Bis Ende 2014 sollen hier die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Rund 1.500 Menschen werden in 750 Wohneinheiten leben. Und alleine Candis I bietet dann bereits ungefähr 100 neue Arbeitsplätze, „genauso viele, wie die alte Zuckerfabrik außerhalb der Rübensaison an Stammbelegschaft hatte“, betont Schmack. Weitere Arbeitsplätze werden in den kommenden Ausbauschritten folgen.
Als erster Arbeitgeber auf dem Gelände hat die Kinderkrippe den Betrieb aufgenommen. Im April 2014 eröffnet das Ärztehaus mit Arbeitsplätzen in den Praxen, beim Brunner Bäcker und der Aesculap Apotheke, ungefähr zeitgleich das Studentenwohnheim. Im Spätsommer 2014 folgen Seniorenheim und Pflegestation.
Erste Eigentümer und Mieter beziehen noch im Dezember die Mehrfamilienhäuser des Projekts CANDIS Gärten. „Aktuell bereits fertig ist die Schallschutzwand, die CANDIS I von den Bahngleisen trennt“, erläutert Schmack. Zwischen Schallschutz und Wohnbebauung liegen die Hügel des Landschaftsparks. Die Bäume sind gepflanzt, der Kinderspielplatz wird gerade eingerichtet. Begrünt, mit Wegen erschlossen und von Ruheinseln durchsetzt wird der Park den Bürgern im Stadtosten auf rund zwei Hektar wertvollen Raum zur Naherholung bieten. Den Park durchzieht ein Radweg, der CANDIS vorbei am REWAG-Gelände über die Blumen- und Hemauer Straße in nur wenigen Minuten an die Altstadt anbindet.
Umweltfreundliche Energie für das gesamte neue Viertel liefert ein Blockheizkraftwerk (BHKW). Betrieben mit Biogas produziert es Nahwärme für Heizung und Warmwasser. Den gleichzeitig erzeugten grünen Strom speist es ins Leitungsnetz. Durch die Kopplung von Strom- und Wärmerzeugung nutzt das BHKW die im Biogas gespeicherte Energie maximal aus.