Lebensqualität bis ins hohe Alter
Regensburger OrthopädenGemeinschaft und Krankenhaus Barmherzige Brüder informieren über Diagnosen und Therapien speziell für ältere Menschen
Alt werden und dabei gesund bleiben ist ein erstrebenswertes Ziel. „Es kann gelingen“, ist sich Dr. Christian Merkl sicher. Man muss aber etwas dafür tun: Viel Ausdauersport, keine Drogen wie Alkohol oder Nikotin, gesundes Essen und gute Gene. Die Gäste im großen Lehrsaal des Krankenhauses Barmherzige Brüder hören es bei der gemeinsamen Patienten-Information der Klinikärzte zusammen mit den Mitgliedern der Regensburger OrthopädenGemeinschaft mit Interesse.
Allerdings drücken die meisten von ihnen die Hörsaalbank, weil sie das eine oder andere Problem haben und sich vom Thema „Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates im Alter“ ein paar Informationen erhoffen. Sie werden nicht enttäuscht. Prof. Dr. Bernd Füchtmeier, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin, hat eine interessante Vortragsmixtur aus medizinischen Fakten und Tipps aus dem praktischen Leben gefunden.
Den Anfang machten die Mediziner mit Vorträgen über die häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates, typischen Verletzungen im Alter, den Einsatz künstlicher Gelenke oder spezifischen Narkosemethoden und Schmerztherapien für ältere Menschen. Sehr oft haben Senioren mehrere gesundheitliche Probleme: „Abgenutzte Gelenke, Bluthochdruck, Diabetes oder verengte Gefäße, um nur einige zu nennen, machen deshalb eine Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Bereiche notwendig.“ Prof. Dr. Cornel Sieber ist seit einigen Wochen Chefarzt für allgemeine Innere Medizin und Geriatrie im Krankenhaus Barmherzige Brüder und hat einen Schwerpunkt auf diese Art von Kommunikation und Erfahrungsaustausch gelegt. „Der betagte Patient, der häufig in seiner Mobilität eingeschränkt ist, profitiert besonders von einer engen Verzahnung diverser Disziplinen in Diagnostik und Therapie an einem Ort – von der Akutgeriatrie bis zur geriatrischen Rehabilitation.“
Die so wichtige Mobilität für alte Menschen nimmt bei der Information breiten Raum ein: Wie schaffen es Physiotherapeuten, Patienten nach einer Operation schnellstmöglich auf die Beine zu helfen oder wer hilft mir durch den Papierdschungel, wenn ich eine Rehabilitationsmaßnahme brauche, um wieder mobil zu werden? Die knapp zwei Stunden reichen nur, um Themen anzuschneiden. „Eine gute gesundheitliche Vorsorge und die rechtzeitige Beratung mit dem Mediziner erspart größeres Leid“, ist der wichtigste Rat von Prof. Füchtmeier zum Ende der Vortragsreihe.
Wer mehr über die Themen der Altersmedizin wissen will, den verweist Dr. Christian Merkl auf die neueste Ausgabe des OrthoJournals. Es befasst sich ausschließlich mit medizinischen Diagnosen und Therapien im Alter und ist kostenlos im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und den Praxen der Regensburger OrthopädenGemeinschaft erhältlich oder kann im Internet unter www.r-og.de heruntergeladen werden.
Sie finden das Heft auch hier.