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kirchlicher Bauträger erschließt Zuckerfabrik-Areal

Die Bamberger Joseph-Stiftung wird zum ersten Mal in Regensburg aktiv / Spatenstich noch 2012

Die traditionsreiche Bamberger Joseph-Stiftung engagiert sich zum ersten Mal als Bauträger in Regensburg. Das Wohnungsunternehmen des Erzbistums Bamberg entwickelt eine Teilfläche des ehemaligen Zuckerfabrik-Geländes. Bis 2014 errichtet es in mehreren Abschnitten 180 Wohnungen, 45 davon im sozialen Wohnungsbau. Den Spatenstich der ersten Mehrfamilienhäuser plant die Stiftung für den Herbst 2012.

„Als Bauträger ist Regensburg für uns noch Neuland“, sagt Hans-Jürgen Strey, Bereichsleiter Bauträgerobjekte der Joseph-Stiftung. Doch rechnet sich das Unternehmen hier gute Entwicklungsmöglichkeiten aus. „Schließlich zeigen alle Konjunkturindikatoren für die Stadt steil nach oben“, so Strey.
Gegründet wurde die Stiftung 1948 vom damaligen Bamberger Erzbischof Joseph Otto Kolb. Ziel damals war, Wohnraum für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Ausgebombte zu schaffen, die in das Bistum nahe der innerdeutschen und tschechischen Grenze strömten. Heute hält die Stiftung drei Kerngeschäftszweige. Sie verwaltet und bewirtschaftet den Bestand eigener Mietwohnungen und Studentenappartements, erbringt Dienstleistungen rund um Wohnungsbau und -verwaltung für Dritte und arbeitet als Bauträger. „In unserer Rolle als Dienstleister kennen wir den oberpfälzer Wohnungsmarkt bereits“, erläutert Strey. Die Stiftung ist seit über 30 Jahren Geschäftsbesorger für das Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg mit seinen rund 900 Wohnungen und Wohnheimplätzen.

Als Erinnerung an die Tradition der Zuckerfabrik erhält das neu entstehende Viertel im Regensburger Osten den Namen „Candis“. Vom Hauptinvestor und Projektentwickler des Gesamtareals, der Ferdinand Schmack jun. GmbH, hat die Joseph-Stiftung rund 15.000 Quadratmeter Fläche erworben. Sie liegt in der Westhälfte des Geländes, der Altstadt zugewandt. „Die Nähe zur Altstadt sehen wir als absolutes Plus. Es gibt nur wenige ähnlich zentrumsnahe Flächen in Regensburg“, sagt Strey. Der Eingang zur Altstadt, das Ostentor, ist nur einen Kilometer entfernt.
Entlang der Straubinger Straße entstehen öffentlich geförderte Mietwohnungen. Sie bleiben in der Hand der Stiftung. Dahinter errichtet das Bamberger Unternehmen Eigentumswohnungen in bis zu achtgeschossigen Mehrfamilienhäusern. Im ersten Bauabschnitt entsteht zunächst ein Gebäude mit 18 Wohneinheiten an der Westecke des Geländes. In zwei weiteren Abschnitten folgen weitere zehn Häuser.

„Wir richten uns mit den Wohnungen zum einen an junge Familien, zum anderen an Senioren“, erklärt Hans-Jürgen Strey. Deswegen werden die Häuser von der Tiefgarage im Keller bis zu den Dachterrassen-Wohnungen im obersten Stockwerk mit Aufzügen erschlossen. Die Erdgeschoss-Wohnungen haben einen Gartenanteil. „Wir stellen fest, dass gerade ältere Menschen verstärkt zurück in die Stadt ziehen möchten. Das ist eindeutig ein Trend der letzten Jahre“, sagt Strey. Sind die Kinder aus dem Haus, suchen die Menschen die kurzen Wege zum Einkaufen, zu Kultureinrichtungen und zum medizinischen Angebot innerhalb der Stadt.
Das neue Stadtviertel Candis selbst verspricht ein angenehmes Wohnklima. Neben der Wohnbebauung entstehen Büroflächen, Einkaufsmöglichkeiten, ein Ärzte- und ein Kinderhaus. Der Siegerentwurf des Planungswettbewerbs sieht vor allem viel Grün im neuen Quartier vor.

Ausstattung wie Energie-Standard der Wohnungen genügen höchsten Ansprüchen, verspricht der Bauträger. „Als kirchliches Unternehmen fühlen wir uns der Nachhaltigkeit verpflichtet“, betont Strey. Das spezielle Energiekonzept erlaubt, die Häuser umweltfreundlich zu heizen und zu kühlen. Das spart zum einen klimaschädliches Kohlendioxid. Zum anderen schont es den Geldbeutel der Bewohner bei den Nebenkosten.
Die Vermarktung hat die Joseph-Stiftung exklusiv in die Hände der Regensburger Niederlassung des Maklernetzwerks RE/MAX gelegt. Wer Interesse hat, kann sich ab sofort informieren und auch kaufen.